Berglauf-DM: Erfolgreicher Gipfelsturm mit neuem Streckenrekord von Laura Hottenrott auf die Jenner-Alm
  05.10.2022 •     HLV , Leistungssport


Sie hat es schon wieder getan. Laura Hottenrott ist eine Wiederholungs-Täterin. Und dies gleich im mehrfachen Sinne. Nur eine Woche nach ihrem Sieg bei den deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Ulm folgte nun Schönau am Königsee der nächste DM-Coup. Bei den Titelkämpfen im Berglauf setzte sich die Athletin im Trikot vom PSV Grün-Weiß Kassel auf der 8,4 Kilometer langen Strecke (1190 Höhenmeter) ganz souverän durch, verteidigte ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich und stellte mit 54:19 Minuten auch gleich noch einen neuen Streckenrekord auf. Mehr geht nicht!
„Am Ende war es eine Mischung aus Berg- und Crosslauf, mit dem Schlamm und dem Regen. Es hat super Spaß gemacht. Wahnsinn, der zweite DM-Titel in einer Woche“, freute sich die 30-Jährige, die sich erst kurzfristig zum Start entschieden hatte. Hanna Gröber (LAV Stadtwerke Tübingen) hatte als Gesamtzweite mit 56:14 Minuten schon einen etwas größeren Rückstand, bleib aber ebenfalls noch unter der alten Streckenrekord-Marke. Das Podium komplettierte Simone Raatz (ASC Darmstadt). Sie war mit 60:55 Minuten die schnellste Seniorin (W45) unter den knapp 50 Starterinnen.
Ein rundum gelungenes Comeback nach längerer DM-Pause wegen einiger Verletzungen gab in Bayern Sarah Kistner (MTV Kronberg). Die Mathematik-Studentin hatte sich nicht „verrechnet“ und lief als Gesamtvierte über die Ziellinie an der Bergstation der Jenner-Bahn. Kistners Endzeit von 61:31 Minuten bedeutete am Ende DM-Bronze in der Hauptklasse der Frauen. Edelmetall in den unterschiedlichen Altersklassen gab es auch noch für Nadine Hübel (TV Dipperz/2. W35 mit 64:08 min.), Sabine Bergmann (LT Kassel/3. W55 in 1:40:23 std.), Margret Göttnauer (LG Bad Soden-Sulzbach-Neuenhain/1. W70 nach 1:27:30 std.) und Karin Risch (TV Traisa/1. W75 in 1:45:22 std.). Beim Nachwuchs (U20) erkämpften sich die beiden SSC-Langstrecklerinnen Maja Severloh (1:08:24 std.) und Lea Blandamura (1:10:30 std.) die Plätze zwei und drei.
Im Feld der Männer überraschte Julius Ott (TSG Weinheim) nach 47:24 Minuten mit dem Titelgewinn. Der zweite Platz wurde gleich doppelt vergeben. Lukas Ehrle (LG Brandenkopf/noch Jugend U20) und Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn) überquerten quasi im Gleichschritt nach 47:41 Minuten die Ziellinie. Auch das Zielfoto brachte kein Licht ins Dunkel, so dass es „Doppel-Silber“ gab. Eine gute Entscheidung im Sinne von Pro-Athlet. Für Titelverteidiger Maximilian Zeus (LG Telis Finanz Regensburg) blieb in der Endabrechnung nach 49:24 Minuten nur der ungeliebte vierte Platz. Der schnellste Hesse kam in 51:10 Minuten mit Philipp Stuckhardt  vom SSC Hanau-Rodenbach (5. M20). Dahinter finishte Teamkollege Marius Abele (7. M20 mit 51:49 min.). Jakob Stenzel (MTV Kronberg/11. M20) wurde mit 53:24 Minuten gestoppt.
Ein Überraschung-Coup gelang Arvid Lösel (TV Oberstedten). Der U20-Youngster holte in 53:54 Minuten DM-Silber. Rang vier in dieser Klasse ging mit 56:02 Minuten an Tristan Kaufhold (SSC Hanau Rodenbach), der jedoch noch der jüngeren U18 angehört. Kaufhold konnte vor der Rückfahrt nach Hessen aber zwei Team-Medaillen einpacken. Die SSC-Männer (Stuckhardt, Abele, Kaufhold) setzten sich mit 2:39:01 Stunden gegen den PTSV Rosenheim (2:39:42 std.) durch. In der Jugendklasse U20 folge dann mit 2:53:48 Stunden das nächste SSC-Gold (Kaufhold, Blandamura, Biker). Die Hanuaer M-50-Senioren (Tiefer, Abiysolom, Duygun) dürfen sich ebenfalls als deutsche Meister feiern lassen. Das Medaillen-Festival komplettierten die SSC-Damen (Amerschläger, Severloh, Blandamura) nach 3:27:10 Stunden hinter der LG Allgäu (3:23:59 std.) sowie den Siegerinnen vom PTSV Rosenheim (3:17:29 std.).