WM und EM-Norm! Kai Hurych packt bei den Werfertagen in Halle "den Hammer aus" - der U20er übertrifft die 70 Meter. Tagessiege auch für Tim Steinfurth (U18,Hammer) und Lilly Urban (U20, Speer)
  17.05.2021 •     Leistungssport , Wettkampfsport


Kai Hurych (KSV Fürth) hatte den Dreh raus. Bei den Werfertagen in Halle flog der GGG Kilogramm schwere Hammer des U20-Athleten im dritten Durchgang auf beeindruckende 71,19 Meter. Damit packte Kai gleich zwei internationale Normen. Sowohl die Quali für die EM in Tallinn (70,00 Meter), also auch die geforderten 71,00 Meter für einen eventuellen WM-Start in Nairobi (KEN) hakte der junge Mann aus der kleinen Odenwaldgemeinde in einem Aufwasch ab. Beeindruckend auch die Serie von Kai. Alle sechs Würfe waren gültig. Am Ende des Wettkampf lag lediglich Sören Klose (VfR Evesen), er befindet sich bereits in seinem zweiten U20-Jahr, mit 71,58 Metern knapp vor dem jüngeren Hessen. Die Verbesserung des bereits 20 Jahre alte Hessenrekordes (71,79 m) von Jens Rautenkranz (TSV Spangenberg) scheint nur eine Frage der zeit zu sein, schließlich hat Hurych dafür noch über Ein Jahr Zeit. Lasse Gundlach (ESV Jahn Treysa) beendete den Wettkampf in Halle mit 58,15 Metern als Fünfter. Bleiben wir beim Hammerwerfen. Bei den Männern Christoph Gleixner (Eintracht Frankfurt/noch U23) markierte mit seinem letzten Wurf 62,21 Meter (2.) und kam damit in den Bereich seiner Jahresbestmarke. An der Spitze ließ Tristan Schwandke (TV Hindelang) mit guten 74,25 Metern nichts anbrennen. Bei den Frauen ging der Sieg an Samantha Borutta (TSV Bayer 04 Leverkusen/65,63 m). Lucie Holzapfel (Eintracht/5.) hätte gerne wieder eine 60er-Weite markiert. Diesmal war jedoch bei 59,46 Metern Schluss. Bei den Mädels der U18 wurden für Merle Tetem (ESV Jahn Treysa/6.) und Larissa Rollberg (Eintracht/8.) Weiten von 51,98 bzw. 45,85 Metern notiert. Im Feld der U18 Jungs war Tim Steinfurth (LG Eppstein-Kelkheim) der einzige Athlet, der eine 60er Weite anbieten konnte und somit nach einem Wurf auf 61,96 Meter ganz oben auf dem Treppchen stand. Michael Neuenroth (Eintracht/4.) lieferte glatte 55 Meter ab und Valentin Sommerlade (ESV Jahn Treysa) war als Sechster mit seinen 44,81 Metern sicherlich nicht ganz zufrieden.

Einen weiteren Tagessieg für den HLV gab es durch Lilly Urban (Eintracht Frankfurt) im Speerwerfen der U20. Die angehende Physiotherapeutin beförderte ihr 600 Gramm schweres Sportgerät auf 49,44 Meter, hatte gleich sechs gültige Versuche und noch einen weiteren 49er in ihrer Statistik. Damit hielt Urban Josefa Schepp (TSV Bayer 04 Leverkusen/48,71 m) knapp auf Distanz. Ihre Vereinskollegin Jana Marie Lowka wurde mit 53,45 Metern Dritte bei den Frauen. Ebenfalls eine 50er Weite gelang Emma Wörsdörfer (TV Elz/4.), die sich gegenüber ihrem letzten Wettkampf um gut zwei Meter steigern konnte.

Für Patrizia Römer (ESV Jahn Treysa) war der Wettkampf in Halle eher ein „geschenkter Tag“. Nach zwei ungültigen Versuchen landete die Kugel bereits bei 13,04 Metern (11.) wieder auf dem Boden, das war deutlich zu wenig, um bei den Frauen den Endkampf zu erreichen wären 15,49 Meter nötig gewesen.

Auch mit dem Diskus lief es für die drei hessischen Athleten nicht nach Plan. In einem sehr stark besetzten Feld fand sich Charleen Zoschke (Eintracht Frankfurt/U23) am Ende auf dem zehnten Platz wieder. Ihr bester Versuch wurde bei 52,73 Metern gemessen. Also knapp zwei Meter unter ihrer Bestmarke vom letzten Wochenende in Eppstein. Rund 70 Zentimeter mehr und es hätte drei weitere Würfe im Finale gegeben. Auch Marius Karges (Eintracht) konnte in der U20 mit seinen 55,06 Metern (5.) sicherlich nicht zufrieden sein, hat er doch schon eine Weite von 58,39 Metern auf der Habenseite. Auch hier war die Konkurrenz extrem stark, was klare 60er Weiten der drei Top-Platzierten eindrucksvoll belegen. Lena Weinrauch (ebenfalls Eintracht) verbesserte sich in der U18 im fünften Durchgang mit 44,97 Metern noch vom sechsten auf den dritten Platz, blieb aber deutlich unter ihrer Eppsteiner Weite (48,98 m).